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Stauden

Im Gegensatz zu den einjährigen Sommerblumen handelt es sich bei den Stauden um mehrjährige Pflanzen. Diese treiben jedes Frühjahr neu aus und blühen je nach Blütezeit für einen gewissen Zeitraum.
Stauden gibt es für alle Standorte mit unterschiedlichen Wuchshöhen, Blütenfarben und Blütezeiten. Mit der richtigen Pflanzenauswahl kann eine Rabatte oder ein ganzer Garten so gestaltet werden, dass es von Frühjahr bis in den Herbst blüht, bei milden Wintern zeigen sich bereits im Januar die ersten Blüten.

 

 

Tipps zum Staudengarten:

  • Legen Sie ein Staudenbeet zwischen Rasenfläche und Grundstücksgrenze an und trennen Sie beide Flächen durch einen befestigten Weg. Der Rasen lässt sich so ohne lästige Rasenkanten schneiden und der Garten wird optisch durch die Staudenbeete aufgewertet.
  • Bei einem Staudenbeet vor dunklem Hintergrund leuchten die Blütenfarben besonders intensiv.
  • Staudenbeete sollten mind. 2 m tief sein, damit können die Pflanzen den verschiedenen Wuchshöhen entsprechend angeordnet werden ( niedrige Pflanzen nach vorne, hohe Stauden nach hinten)
  • Ist die zu bepflanzende Fläche größer, dann kommen die Stauden am besten in Gruppen zur Geltung - Ausnahme Naturgarten: hier können die Pflanzen auch vereinzelt stehen, sollten sich dann aber in der Pflanzung wiederholen.
  • Kombinieren Sie Stauden so miteinander, dass zu jeder Jahreszeit etwas blüht.
  • Beziehen Sie bei der Gestaltung auch die Form und Farbe der Blätter der Stauden mit ein.
  • Da die meisten Stauden ihr Blattwerk im Winter einziehen, wirkt ein Staudenbeet oft kahl. Achten Sie in diesem Fall darauf, dass Sie Stauden mit wintergrünen Blättern, Gräser, evt. immergrüne Gehölze oder Dekoelemente einplanen.


    Besonders lebendig wirken Anpflanzungen, wenn Stauden mit Sträuchern, Halbsträuchern, Rosen, Gräser und Farne kombiniert werden. Dass Stauden besonders vielfältig eingesetzt werden können, möchten wir in nachfolgenden Beispielen aufzeigen. Wir nennen Ihnen eine Auswahl an Stauden für verschiedene Standorte oder Themengärten:
     


Gestaltungstipps für
den winterlichen Garten
 

Wenn im Winter der Garten mit Schnee bedeckt ist, bietet dieser einen reizvollen Anblick. Auf den kahlen Ästen haftet eine kleine Schneeschicht, in den Sträuchern bilden sich kleine Schneehäufchen und Samenstände tragen weiße Mützchen.  In der schneefreien Zeit hingegen kann ein Garten, vor allem ein Staudenbeet sehr eintönig wirken.

Die  Sträucher zeigen sich als kahles Gestrüpp, die meisten Stauden haben sich zum Winterschlaf in den Boden zurückgezogen und der Garten wird  von wenigen Grün- und dafür um so mehr von den dominierenden wenig einladenden Grau- und Brauntönen bestimmt.

 Dabei kann man mit Struktur, Form und Farbe auch in der kalten Jahreszeit eine reizende Gartenszene schaffen. Wintergrüne Stauden und Farne, etwas hellgrüner Moos, helle Gartenelemente und einige wenige Dekoelemente hauchen dem Gartenbild Leben ein. Besonders schön sind helle Figuren oder Töpfe oder Gartenstecker mit roten oder hellgrünen Gaseinsätzen. Diese Farben wirken warm und belebend und fügen sich ideal den winterlichen Garten ein.


Polsterglockenblume im Winter


Moos auf Natursteinen

Wintergrüne, bzw. immergrüne Stauden:
Blaukissen, Grasnelke , Schleifenblume, Palmlilie "Yucca" , Polsterglockenblume, Pfingstnelke, Porzellanblümchen Sternenmoos, Goldwaldbeere, Dickmännchen, Gartenpfingstnelke, Bergenie, Steinbrech, Elfenblume, Immergrün, Heuchera, Mandelblättrige Wolfsmilch, 

Sonstige wintergrüne Pflanzen, die dem Staudengarten auch im Winter Struktur und Farbe vermitteln:
 Euonymus, Efeu, Japansegge, Goldkalmus, Buchs, Kirschlorbeer, Mahonie, Rhododendron, Bambus, Rote Teppichbeere,  Berglorbeer, Traubenmyrte, Glanzmispel, Blauschwingel
 

   Dekoelement mit Glaseinsatz


Mit diesen Tricks wird Ihr Garten auch im Winter zum Traumgarten:

  • Den Teil des Gartens,  den Sie vom Haus, z.B. Wohnzimmer oder Eßzimmer sehen, sollte auf jeden Fall so gestaltet werden, dass er ganzjährig attraktiv wirkt.
  • Fotografieren Sie den Teil des Gartens aus dem Haus oder von der Terrasse aus, so können Sie die Wirkung des "Gartenbildes" am ehesten beurteilen. Wenn Sie in diesem Bereich Änderungen planen,
    können Sie das Foto in eine Klarsichthülle stecken oder mit Transparentpapier abdecken, darauf Gartenelemente oder Pflanzen einzeichnen und so die Wirkung am Bild beurteilen.
  • Der Teil des Gartens sollte einen schönen Hintergrund oder einen attraktiven Rahmen erhalten - immergrüne oder dichte, rutenartig wachsende Hecke, Sichtschutzwand oder Rankgitter mit immergrünen Kletterpflanzen, attraktive Mauer etc.
  • Immergrüne Gehölze, Sträucher mit schöner Wuchsform oder hohe Gräser strukturieren den Garten
  • Farbige Rinden,  wintergrüne Pflanzen (vor allem gelbgrüne), helle Gartenelemente oder Dekoelemente mit Glas lassen den Garten lebendiger wirken


Bild rechts: Efeu mit Eisrand

 

  • Mit Samenständen, Gräser oder Farnen können Sie Pflanzenschönheiten im Detail entdecken - also Stauden und Gräser erst im Frühjahr zurückschneiden
  • Tannenzweige empfindliche Pflanzen vor Frost und bilden im Beet schöne Farbkleckse
  • dezente Gartenelemente werden zum Hingucker - aber Achtung zu viel oder zu farbige Deko wirkt unruhig
  • Wintergrüne Bodendecker oder Stauden und Gräser bilden im Frühling das ideale Beiwerk für zarte Frühlingsblüher, deren Blüten dadurch viel kräftiger erscheinen


     

 

 

 

 



 

Raureif auf Blütenständen der Fetthenne


Buchs mit einem Hauch Raureif

  
Kriechspindel “Emerald Gold” hier auf Stämmchen

 

 

 

 

 

 

 

 


Zwerg-Rhododendron “Barbarella”

Beide Rhododendren sind auch als Inkarho-Rhododendron erhältlich. Diese sind durch Veredelung kalktolerant und gedeihen in normaler Gartenerde.
 


Rhododendron “Blattgold” besticht nicht nur zur Blütezeit
 

 

 

 

 


Glanzmispel “Red Robin”
immergrün mit rotem Austrieb


Immergrüne Mahonie mit schöner Blüte im April


Traubenmyrte

 

 

 

 

 

Schneeball “Eskimo”

Golderdbeere - Waldsteinia

Federnelke

Berglorbeer

 

 

 

 

 

 

 

 









Winterjasmin

Tipps für den Frühlingsgarten:

  • Frühlingsblüher wirken großflächig am besten
  • Frühlingszwiebel in Töpfe sind mobil, bereichern Gartenecken und Terrasse und können nach dem Verblühen abseits in Ruhe einziehen
  • winterblühende Sträucher zeichnen sich durch zarte Farben (die vor dunklem Hintergrund bestens zur Geltung kommen) und intensive Düfte aus - ideal für die Bepflanzung an der Terrasse oder am Eingang

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Unser Tipp zum Frühlingsgarten:
Leuchtende Blütenfarben kommen gut zwischen kräftiggrünem Laub zur Geltung. Die dunklen Blätter von Immergrün und Buchs bringen die Farben zum Leuchten, wobei die zart- bis sattgrünen Töne von Funkien, Frauenmantel, Goldwolfsmilch und das Blattgrün der austreibenden Taglilien und Farnen die kräftigen Farben noch unterstreichen.

Ungewöhnlich schöne Kombinationen ergeben sich mit pastellfarbenen Tulpen mit graugrünem Laub von Türkenmohn, Lavendel, Katzenminze oder Hundskamille. Übrigens blaue Blüten z.B. von Vergissmeinnicht, Veilchen, Stiefmütterchen oder das silbergraue Laub von Nelken vervollkommnen die Szene zu einem malerisch, romantischen Bild
 

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Autor: J. Treczka                        Datum der letzten Änderung: 13.01.2010