Kompost - Gartenblick

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Kompost

Wie kommt man sehr preiswert zu einem guten Gartenboden? Mit Kompost! Mit der Herstellung von Kompost schließen Sie den natürlichen Kreislauf und führen den größten Teil der entnommenen Nährstoffe wieder zu.
Wildkräuter im Solarofen vernichten
Unkraut – muss das weg oder kann dies auf den Kompost?
Viele Gartenbesitzer scheuen sich Wildkräuter auf den Kompost zu geben. Wer regelmäßig aufkeimendes Unkraut rechtzeitig vor Samenbildung entfernt, kann dies bedenkenlos in den Komposter geben. Schwierig wird es mit Wurzelunkräutern, wie beispielsweise Giersch, oder Pflanzen die bereits Samen ausgebildet haben. Denn nur wenn im Kompost sehr hohe Temperaturen herrschen, besteht keine Gefahr, dass diese Unkräuter nach Ausbringen des Kompostes Austreiben oder Aufkeimen. Wir lösen das Problem mit einem „Solarofen“. Alles was Sie dazu benötigen ist ein schwarzer Maurerkübel und ein Fenster eines Frühbeetes. Den Kübel stellen Sie am besten in die pralle Sonne und geben die Wildkräuter hinein. Abgedeckt erhitzt sich der Innenraum so stark, dass die Zellstruktur der Pflanzen geschädigt wird und die Pflanzen vertrocknen. Dies hat zudem den Vorteil, dass die Masse stark schrumpft und somit weniger Platz im Komposter benötigt.

Kompostanlage für große Gärten
Wenn Sie einen etwas größeren Garten und viele Abfälle (Küchenabfälle, Grasschnitt und Häckselgut) haben, sollten Sie sich für mind. 2 Kompostsilos entscheiden. So können Sie immer ein Silo befüllen und aus dem anderen Silo wertvollen Kompost entnehmen.

Als Standort ist ein Platz (am besten für 3 Silos) unter einem Baum oder eingerahmt von Sträuchern am besten. Für Kompostsilos sind besonders verzinkte Gitterkomposter geeignet, die an allen Seiten geschlossen sind, so dass keine Ratten an die Abfälle kommen können.

Es ist unbedingt Erdkontakt erforderlich! Komposter bitte nicht auf gepflasterten Flächen aufstellen.

Zur Bestückung des Silos benötigen Sie:
Erde, Essensabfälle, Pflanzenreste, Laub, Gras (nur in dünnen Schichten), Papier und Pappe (jedoch keine buntbedruckten Illustrierten oder Kataloge), evtl. Gesteinsmehl und bei Neuanlage evtl. Kompoststarter.

Auf dem ausgesuchten Platz werden die Kompostsilos nebeneinander aufgestellt. Jetzt kann ein Komposter mit dem verwertbarem Material bestückt werden. Darauf streut man etwas Kompoststarter und darüber gibt man eine dünne Schicht Erde. Dadurch werden Gerüche unterbunden, Insekten abgehalten und außerdem verdeckt die Erde unschöne Essensabfälle. Wer möchte kann zusätzlich noch Gesteinsmehl zugeben. Jede Zugabe von Abfall wird mit einer dünnen Schicht Erde zugedeckt. Dies wird solange wiederholt, bis der Komposter voll ist. Dann beginnt man mit dem zweiten Komposter und verfährt ebenso.
Da bei diesen Gitterkomposter keine Teilentnahme möglich ist, füllt man diese mindestens eine Gartensaison auf, gibt im Winter eine dicke Schicht Laub darauf und entnimmt den fertigen Kompost im Frühjahr. Wenn sehr viel verwertbares Material anfällt, ist es günstig, wenn man noch einen dritten Komposter anlegt. Diesen auf Steine setzt, so dass man von unten den Kompost entnehmen kann. Dieser kann dann mit einer guten Schicht fertigen Kompost befüllt werden, darüber können dann Pflanzenreste aus dem Garten eingebracht werden. Dieser wird ausschließlich mit Pflanzenresten bestückt. Ratten sind somit nicht zu befürchten. Nach ein paar Wochen kann man dann von unten den ersten Kompost verwenden. Nachdem die erste Schicht des reifen Komposts entnommen ist, kann es sein, dass zuerst noch halbfertiger Kompost (nach ca. 6 Monaten) zum Vorschein kommt. Diesen kann man aber gut zum Abdecken im weiteren Komposter oder unter Sträuchern verwendet werden. Nach einer etwas längeren Reifezeit (nach ca. 8 Monaten) kann stets reifer Kompost entnommen werden.
Komposter für den kleinen Garten
Für kleinere Gärten eignen sich am besten so genannte Thermo-Komposter. Diese Komposter sind in der Regel aus
Kunststoff und schützen durch ihre geschlossene Bauweise vor Austrocknung und Vernässung. Durch eine gute Wärmespeicherung entsteht ein Klima, welches die Verrottung ganzjährig wesentlich beschleunigt.

Achten Sie beim Kauf eines solchen Komposters auf folgende Punkte:
  • Der Komposter sollte aus UV-beständigem Material sein.
  • Der reife Kompost sollte sich einfach und problemlos aus dem Silo entnehmen lassen.
  • Das Silo sollte mit einem Bodengitter gegen Nagetiere ausgestattet sein. ( Erdkontakt sollte aber noch möglich sein)
  • Der Komposter sollte mit einer guten Belüftung versehen sein. ( Bei zu geringer Sauerstoffzufuhr verschimmeln die Abfälle und verrotten nicht)
  • Der Deckel sollte sich fest verschließen lassen.
Kompostherstellung auf Terrasse oder Balkon
Auch wer keinen Garten hat, kann In einer speziellen Wurmkiste oder Wurmbox können Küchenabfälle und viele Gartenabfälle dank Kompostwürmern schnell und geruchslos zu Wurmhumus verarbeitet lassen. In dieser herrschen ideale Bedingungen für die speziellen Kompostwürmer um Bio- Abfälle aufzufressen. Kompostwürmer sind sehr nah mit Regenwürmern verwandt, haben sich aber schon vor Millionen von Jahren auf das Fressen von organischem Material spezialisiert. In einer Wurmkiste sorgt die ständige Bewegung der Kompostwürmer und deren Bakterien für einen aeroben (mit Sauerstoff) Kompostvorgang. So entstehen keine Unangenehmen Gerüche die den Nachbarn stören könnten und es werden mehr Nährstoffe im Humus erhalten.
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