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Auf Mutter Natur setzen - mit Wurmhumus
das Schwarze Gold sorgt für üppiges Pflanzenwachstum
Mancher Hobbygärtner schaut allerdings sorgenvoll auf manches junge Pflänzchen, was nicht so recht gedeihen will.
Woran kann es liegen, ist dann die alles
entscheidende Frage. Fehlende Nährstoffe, verfestigter Boden sind oft schuld am Kränkeln oder an Schädlingsbefall.
Viele greifen dann gern zu den einschlägigen Chemikaliencocktails aus dem Heimwerker- oder Gartenmarkt.
Andere setzen lieber auf Mutter Natur. Und die hält auch so manches bereit, was den Boden
verbessern und lockern kann. Wurmhumus ist solch ein Stoff, der Blumen üppiger blühen, Gemüse kräftig heranwachsen lässt.
Was ist Wurmhumus? Wurmhumus ist die Ausscheidung der Regenwürmer. Sie
produzieren täglich die Menge ihres Eigengewichts, also durchschnittlich 0,4 Gramm. Die Entstehung ist ein langwieriger Prozess. Deshalb steht Wurmhumus, als Fachhandelsprodukt, nicht in unbegrenzten
Mengen zur Verfügung. Wurmhumus ist im Grunde eine schon über Jahrhunderte bekannte und genutzte Pflanzennahrung und ein Mittel für die Bodenverbesserung – völlig ohne chemische Zusätze. Wurmhumus
entsteht, indem organische Abfälle durch Mikroorganismen und Regenwürmer „bearbeitet“ werden. Heraus kommt eine bioorganische Substanz, von lockerer Konsistenz, sauber und geruchlos. Mit seinem hohen
Nährstoffgehalt kann Wurmhumus eine Menge zum Nutzen der Pflanzen bewirken. Die Zusammensetzung schwankt aufgrund der „natürlichen Herstellung“, doch der auf der Basis von Analysen ermittelte
Nährstoffgehalt liegt im Durchschnitt bei folgenden Werten: Organische Substanz – 55% , Wasser 44%, Huminsäuren 4,2%, Stickstoff 2,2%, Phosphor 3,8%, Kalium 1,5%, Magnesium 0,9%, Zink 304 mg/kg, Mangan
763 mg/kg, Eisen 7.732 mg/kg, Kupfer 211 mg/kg; ph-Wert 6,5. Besonders wertvoll wird Wurmhumus aber durch den Reichtum an Enzymen und Mikroorganismen. Sie ermöglichen den Abbau giftiger Stoffe und wirken
gleichzeitig als Schutzschild vor pathogenen Mikroorganismen. Diese Eigenschaften prädestinieren ihn geradezu für den Einsatz auf ausgelaugten Böden, die etwa durch eine allzu intensive und unausgewogene
Nutzung unfruchtbar wurden. Ebenso für Flächen, die infolge fortgesetzten Gebrauchs von Unkrauttilgern, Pflanzenschutzmitteln und Kunstdüngern die Fähigkeit verloren haben, sich selbst zu
regenerieren und zu entgiften.
Millionen Kompostwürmer sind beispielsweise an der Zersetzung von reinem, abgelagertem Pferdedung beteiligt. Im Vergleich zu organischen Abfällen
anderer Herkunft wird bei auf diese Weise hergestelltem Wurmhumus ein höherer Nährstoffgehalt erzeugt.
Er bewirkt nicht
allein die Lockerung des Bodens, sondern erhöht auch die Wasserspeicher-Fähigkeit. Die enthaltenen Nährstoffe werden langsam freigesetzt. So wird ein ausgeglichener Gehalt an Stickstoff, Phosphor, Kalium, Kalzium sowie Magnesium erreicht, auch Mineralien werden dem Boden auf diese Weise zugeführt. Die Widerstandskraft der Pflanzen wird durch den hohen Gehalt an humischen und fulvischen Säuren sowie anderen regulierenden Substanzen gefördert. Der zum Sauren neigende ph-Wert des so verbesserten Bodens verhindert Pilzbildungen, welche die Pflanzen mitsamt der Wurzeln schädigen können.
Wurmhumus kann in der Blumen- und Baumzucht, aber auch im Gemüseanbau und speziell bei Frühobst eingesetzt werden. Die ausgewogene Nährstoffzufuhr schadet auch empfindlichen Pflanzen nicht. Im
Gegenteil, das Wachstum wird angeregt, die Reifezeiten verkürzt, die Widerstandskraft gegen Krankheitserreger gestärkt.
Auch in der Forstwirtschaft wurde Wurmhumus erfolgreich eingesetzt,
besonders in der Pflanzphase. Dann kann das junge Bäumchen schneller im Erdreich Wurzeln schlagen, besser heranwachsen.
Untersuchungen in der früheren Sowjetunion, auch in den USA zeigten, dass
Wurmhumus im Endeffekt zu ergiebigeren Holzerträgen in der Forstwirtschaft führte, worauf man in den Staaten die Anwendung des Wurmhumus per Vorschrift einforderte. Amerikanische Wissenschaftler stellten
auch fest, dass die nützliche Wirkung dieses Stoffes über Jahre im Boden anhält.
Doch auch für den Hobbygärtner verspricht Wurmhumus großen Nutzen. Wird er schon beim Anlegen der Beete in die Erde
gebracht, kann er seine Wirkung vom Beginn des Pflanzenwachstums an entfalten, eine weitere Gabe wie bei vielen Düngern üblich, ist bei Wurmhumus nicht nötig, da er die Nährstoffe allmählich in den Boden
abgibt und so langfristig wirkt.
Selbst als Medizin für kranke Pflanzen hat sich das lebende „Düngemittel“ bewährt. Dazu werden wenige Zentimeter Erde vorsichtig rund um die betroffene Pflanze
entfernt, um sie mit Wurmhumus zu ersetzen.
Wäre der Einsatz von Wurmhumus bekannter und vielfältiger, könnte ein großer Teil sterbender Pflanzen gerettet und zugleich die Umwelt
geschont werden.
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND empfiehlt den Einsatz von Wurmhumus für alle Pflanzen.
Dieser Bericht wurde uns von Herrn Klaus Zander zur Verfügung gestellt.
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