Mitten im Winter von üppigem Grün umgeben sein, das wünschen sich viele Gartenbesitzer. Mit einem Wintergarten können Sie sich diesen Traum verwirklichen. Der Wintergarten stellt das Bindeglied zwischen
Garten und Haus dar und bei guter Planung kann dieser auch zur Heizkostenersparnis beitragen.
Dank der Rundumverglasung kann die Sonneneinstrahlung schon im Vorfrühling für angenehme Temperaturen sorgen und Wärme ins Hausinnere abgeben. Diese Energie können Sie durch dunkle Bodenbeläge auch
speichern. Beheizen sollten Sie den Wintergarten aus ökologischen Gesichtspunkten nur bei Minusgraden, denn nur so können Sie auch wirklich Energie einsparen. Von besonderer Bedeutung ist auch die
Konstruktion und die Verglasung.
Doch welche Materialen haben sich bewährt?
Holz fügt sich bestens in Garten und Natur ein. Für tragende Teile werden Leimbinder genommen, dadurch kann das Holz sich nicht verziehen. Dennoch muss das Holz imprägniert werden und von Zeit zu
Zeit lasiert werden. Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.brey.de
Aluminium ist leicht, dauerhaft, weitgehend wartungsfrei und hat sich im Gewächshausbau bereits bewährt. Leider fügen sich diese Wintergärten nicht so gut in die natürliche Umgebung ein und wirken
oft kalt. Viele Hersteller bieten jedoch eine Kombination aus Holz und Alu an, fragen Sie danach.
Glas
macht den Anbau zum lichtdurchfluteten Wohn- und Pflanzenparadies. Zweischeibenisolierglas ist für einen angenehmen Aufenthalt im Winter unbedingt notwendig. Wärmeschutzglas ist zwar teuer, hilft aber Energie zu sparen, da durch eine Silberbedampfung die Wärme nicht nach außen entschwindet.
Acrylglas
ist ideal für das Wintergartendach. Diese Kunstgläser, auch Plexiglas genannt, werden als Doppel- oder Dreifachstegplatten eingesetzt und sind stabil und bruchfest. Für Dach und Schrägverglasungen ist Bruchfestigkeit Vorschrift. Alternativ dazu kann auch Verbundsicherheitsglas eingesetzt werden.
Mittelmeerklima zu Hause Temperaturen um 8°C genügen für viele Mittelmeerpflanzen zum Überwintern und lassen die Heizkosten noch erträglich ausfallen. Zylinderputzer, Kamelien, Orangenblume und
Bougainvillea fühlen sich hier besonders wohl.
TIPP: Regelmäßig lüften!
Wintergartenbeläge sollten aus speicherfähigem Material z.B. Ziegel, Naturstein oder Beton bestehen. Diese Beläge speichern die Sonnenwärme und geben diese in der kühlen Nacht langsam wieder ab. So
kann man oft ohne eine Zusatzheizung auskommen.
Optimale Lüftung ist ausgesprochen wichtig, da sich sonst Wärme und Feuchtigkeit staut. Am besten sind so genannte Kippoberlichter, welche mit Wärmefühlern und Regenwächter ausgestattet sind.
Nicht zu vergessen die Schattierung. Wird in kalten Jahreszeiten jeder Sonnenstrahl dankbar eingefangen, so sind wir im Sommer dennoch um Schattierung bemüht. Die einfachste Lösung bieten hier
ausreichend hohe Laubbäume. Diese liefern im Sommer Schatten und im Winter lassen diese die Sonnenstrahlen ungehindert herein. Ansonsten muss mit Markisen und Rollos schattiert werden.
Mobil oder fest integriert
Einzelgefäße sind mobil. So können die Pflanzen je nach Blüte umgruppiert werden, Kränkelnde, oder eingegangene Pflanzen schnell entfernt werden oder bei Schädlingsbefall
auch schon mal nach draußen gestellt werden. In schönen Terrakottagefäßen kommt auch schnell ein südliches Flair in den Wintergarten.
Im Boden eingelassene Beete hingegen lassen eine schöne
naturnahe Bepflanzung zu. Bodendecker und niedrige Pflanzen regulieren die Bodenfeuchtigkeit und höhere Gewächse schaffen eine schöne Kulisse. Ergänzt mit Hänge- und Kletterpflanzen entsteht so eine
richtige Wohlfühloase. Allerdings sollte ein solches Beet gut geplant werden und die Pflanzen in Drahtkörben oder in Töpfen in die Erde versenkt werden.
Schön und pflegeleicht sind auch
Hochbeete. Diese sollten allerdings nicht zu breit sein, damit auch der hinterste Winkel noch erreichbar ist. Praktisch sind auch größere rechteckige Großgefäße, die auf Rollen montiert sind.
Unbeheizter Wintergarten Soll das Glashaus hauptsächlich zur Überwinterung von Kübelpflanzen und Verlängerung der Gartensaison dienen ist ein unbeheizter
Wintergarten empfehlenswert. . Im Winter wird dieser gerade frostfrei gehalten und im Sommer stehen die meisten der Pflanzen draußen. Vorbild für diesen Wintergarten ist die traditionelle Orangerie.
Besonders praktisch ist ein solcher Wintergarten, wenn er im Sommer großflächig mittels Falt- oder Schiebetüren geöffnet werden kann und so zur überdachten Terrasse wird. Damit entfällt das Ausräumen der
Pflanzen weitgehend und bei schlechter Witterung oder im Winter kann dieser geschlossen werden. Im Sommer stellt sich zudem das Problem der Überhitzung nicht. Dennoch sollte eine Beschattungsmöglichkeit
geschaffen werden, da sonst bei starker Sonneneinstrahlung die Pflanzen Verbrennungen davontragen können. Für einen solchen Kalthaus-Wintergarten eignen sich vor allem Pflanzen wie:
Attraktive Bepflanzung im kalten Wintergarten Auch wenn ein kalter Wintergarten hauptsächlich zur Überwinterung von Kübelpflanzen genutzt wird, sollte dieser doch
auch zum Verweilen einladen und deshalb auch einladend gestaltet sein. Eine schöne Kübelpflanze, die mit auffallenden Blattschmuck einen Blickfang bietet, ist die Aukube. Immergrün sind auch die
Wachsblume (Hoya carnosa) und die Kamelie. Kamelien lieben es kühl und feucht und sind daher ideal für den kalten Wintergarten. Die im Winter blühenden Kamelien gedeihen am besten in einem großen
Kübel, sollten immer gleichmäßig mit kalkarmen Wasser gegossen werden und bevorzugen einen halbschattigen Standort. Unser Tipp: Lassen Sie die Pflanzen im Herbst möglichst lange im Freien und
stellen Sie die Töpfe im Frühling auch möglichst früh wieder raus. Fröste bis minus 10 Grad können die meisten Kamelien meist problemlos überstehen.
Herbstblüte im Kalthaus Der Halbstrauch Buschklee (Lespedeza thunbergii) wartet im Herbst mit einer Vielzahl von Blüten auf, die Bienen und Schmetterlinge
anlocken. Mit den überhängenden Trieben macht sich der Buschklee besonders gut auf Mauern oder in hohen Pflanzgefäßen. Die Blüte der anspruchslosen Pflanze beginnt im September und zieht sich bis zum
Frost hin. Bringen Sie die Pflanze rechtzeitig in den unbeheizten Wintergarten, kann sich die Blütezeit noch etwas verlängern. Frostfrei überwintert muss die Pflanze im Frühjahr stark zurückgeschnitten
werden, da sich die Blüten am einjährigen Holz bilden. Übrigens: Die Pflanze lässt sich leicht durch Stecklinge vermehren.
Unser Tipp: Mit den eingeholten Pflanzen aus dem Garten kommen auch wieder Schädlinge in den Wintergarten. Wer für Trauermücken und Weiße Fliege keine Gelbsticker
einsetzen möchte, kann mit attraktiven fleischfressenden Pflanzen , wie Fettkraut und Sonnentau auf Insektenfang gehen.
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