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Um Schädlings- oder Krankheitsbefall vorzubeugen sollte man für die Pflanze immer den richtigen Standort wählen. Die Bodenzusammensetzung, ein ausgewogener
Nährstoffhaushalt und die optimale Wasserversorgung helfen Pflanzen gesund zu bleiben. Denn Schädlinge und Krankheiten haben bei gesunden Pflanzen weniger Chancen.
Ein saurer Boden
ist für die wenigsten Pflanzen optimal. Wohl fühlen sich hier nur Spezialisten wie Rhododendren und Heidegewächse. Für andere Pflanzen ist der Boden nur durch die Zugabe von Kalk geeignet. Der PH-Wert sollte dann auch regelmäßig überprüft werden.
Ein sandiger Boden
trocknet rasch aus und ist daher nicht für feuchtigkeitsliebende Pflanzen geeignet. An diesen Standorten fühlen sich Sedum, Katzenminze, Lavendel und andere graulaubige Pflanzen wohl. Mit Zugaben von Tonmineralien (Gesteinsmehl) oder Geohumus kann man die Speicherfähigkeit des Bodens erhöhen.
Beim verdichteten, schweren Lehmboden kommt es zu Staunässe und Wurzelschäden. Hier hilft es den Boden mit Sand und Humus zu verbessern.
Doch auch wenn alle Bedürfnisse der Pflanzen berücksichtigt wurden, kann es zum Schädlingsbefall kommen. Jeder Gärtner hat dann den Wunsch sämtliche Schädlinge auszurotten. Dabei sollte aber bedacht
werden, dass man damit auch Nützlinge schädigt. Es sollte deshalb das Ziel des Gärtners sein Schädlinge abzuwehren oder in Grenzen zu halten um ein ausgeglichenes ökologisches Gleichgewicht zu schaffen.
Natürliche Schädlingsabwehr durch Pflanzen:
ködernde Pflanzen - Kapuzinerkresse unter Obstbäume - Blattläuse siedeln sich statt an den Bäumen an der Kapuzinerkresse an
- Tagetes werden von Schnecken mit Vorliebe verspeist und lassen dann evt. den Salat dahinter in Ruhe
abwehrende Pflanzen - Lavendel vertreibt durch seinen intensiven Duft Blattläuse von den Rosen und Schnecken - Bohnenkraut zwischen den Bohnenreihen mögen Läuse gar nicht
Schädlingsbekämpfung durch Nützlinge:
- Marienkäfer sind gute Blattlausjäger hier jagen bereits die Raupen - Florfliegen, oder auch Goldauge genannt - Schwebfliegen
Kräuterspritzmittel - Pflanzenbrühen, -jauchen, und -tees
- Ackerschachtelhalm - enthält u.a. Kieselsäure und Bitterstoffe - hilft gegen Mehltau und andere Pilzerkrankungen - Brennessel - Kaltwasserauszug hilft Läuse zu vertreiben
- Brennessel - Jauche düngt den Boden und fördert das Bodenleben - Rainfarn-Tee oder Jauche hilft gegen Schädlinge, wie z.B. Läuse
- Rhabarbarblätter enthalten Oxalsäure - als Tee, Brühe oder Jauche eingesetzt hilft gegen schwarze Blattläuse und
andere Schädlinge
- Wermuth enthält ätherische Öle, Bitter- und Gerbstoffe - als Jauche oder Tee hilft er gegen Schädlinge und Krankheiten
Für Jauchen nimmt man in der Regel 1 kg frische Kräuter und setzt diese mit 10 l Wasser an. Nach ca. 1- 2 Wochen ist bei warmen Wetter die Gärung abgeschlossen und die Jauche kann (meist verdünnt)
eingesetzt werden. Achtung - Starke Geruchsbildung - Diese kann durch die Zugabe von Baldrianextrakt gemildert werden kann.
Für Brühen werden die Kräuter zunächst in kaltes Wasser eingeweicht und nach einigen Stunden wird der Auszug gekocht. Bei Kaltwasserauszug werden die Kräuter für mehrere Stunden lediglich in kaltem
Wasser eingeweicht.
Für die Teezubereitung werden die Kräuter mit heißem Wasser übergossen und der Sud zieht dann je nach Rezept für wenige Minuten bis zu 3 Tage.
Mischkultur
Durch Mischkultur kann man nicht nur auf kleinem Raum größere Ernten erreichen, sondern mit der “richtigen Mischung” auch Krankheiten und Schädlingsbefall vermeiden. So schützt Meerrettich angeblich die
Kirschbäume vor Monilia, Zwiebel vertreiben die Möhrenfliege und Knoblauch soll Erdbeeren vor Pilzbefall schützen.
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