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Nährstoffe im Boden

Der Wunsch eines jeden Gartenbesitzers sind prächtige Pflanzen. Trotz günstiger Standortbedingungen und ausreichender Bewässerung kann es passieren, dass Pflanzen kümmern. Grund dafür kann neben Krankheiten auch eine mangelnde Versorgung mit Nährstoffen sein. Für unerfahrene Gärtner ist es oft schwierig die optimale Versorgung der Pflanzen mit Nährstoffen sicherzustellen.

Zunächst ist es wichtig die vorhandenen Nährstoffe im Boden zu analysieren. Gartenbauvereine bieten manchmal kostengünstige Bodenanalysen an. Fragen Sie bei ihrem örtlichen Gartenbauverein nach. Bei einem solchen Bodentest wird sowohl der pH-Wert festgestellt, als auch die Werte für die Nährstoffe Phosphat, Kali, Magnesium und Stickstoff ermittelt. Außerdem werden oft noch Empfehlungen hinsichtlich der Düngung gegeben. Wenn Sie nur einzelne Werte ermitteln wollen, können Sie das auch selbst tun. Im Handel werden solche einfach zu handhabende Bodentests angeboten. Wir geben Ihnen dazu noch einige wichtige Informationen, damit Sie sich selbst Ihren persönlichen Düngeplan erstellen können.

optimale Versorgung bei

leichtem Boden

mittlerem Boden

schwerem Boden

pH-Wert bei Obst und Gemüse

5,3 bis 5,7

6,1 bis 6,8

6,8 bis 7,2

Für Rhododendren, Blaubeere, Eriken, Hortensien und andere kalkfeindliche Pflanzen sollte der Wert möglichst niedrig (4,1 bis 4,5) gehalten werden.

Die meisten anderen Gartenpflanzen bevorzugen Böden mit einem pH-Wert zwischen 6 und 7,2.

optimale Versorgung mit

Phosphat

Kalium

Magnesium

in mg je 100g Boden                       

bei Gemüse

16 bis 30

16 bis 40

8 bis 20

bei Obst

21 bis 35

20 bis 40

7 bis 15

im Ziergarten

15 bis 25

10 bis 20

15 bis 25

Einer wichtigsten Nährstoffgehalt, der Stickstoff (N), wird in den meisten Bodenanalysen nicht ermittelt, weil er sich schon in kurzer Zeit stark verändert. Stickstoff, der nicht von den Pflanzen aufgenommen wird, bleibt in Form von Nitrat im Boden und gelangt durch Regenfälle oder Schmelzwasser ins Grundwasser. Dies führt zu hohen Nitratbelastungen in unserem Wasser. Wir sollten deshalb genau darauf achten, dass wir nur so viel Stickstoff zuführen, wie unsere Pflanzen verwerten können.
Bevor wir zeigen, wie Sie die Versorgung Ihrer Pflanzen mit Nährstoffen optimieren können, möchten wir Ihnen noch die wichtigsten Nährstoffe  und die Mangel- oder Überschusserscheinungen vorstellen. Dazu haben wir Ihnen einige Maßnahmen zur Rettung Ihrer Pflanzen angemerkt.

Stickstoff (N)
fördert das Wachstum und die Laubentwicklung. Stickstoff gibt den Blättern eine dunkelgrüne Farbe

Ein Mangel lässt das Wachstum stocken, hellt die Blätter auf und die Blüten und Früchte bleiben klein

Ein Überschuss an Stickstoff macht die Pflanzen weich und anfällig. Er verhindert den Ansatz von Blütenknospen und das Holz reift spät aus, was zu Erfrierungen führen kann.

Soforthilfe

Mit Brennnessel- oder Beinwelljauche oder ein wasserlösliches Nährsalz zB.
(Hakaphos)

Nach dem Abernten der Beete Gründüngung einsäen.

Phosphor (P) ist ein wichtiger Baustoff für den Zellkern, fördert die Blüten, Frucht- und Samenbildung

Ein Mangel bewirkt Kümmerwuchs, sowie eine Verfärbung der Blätter, Blattabwurf oder Unfruchtbarkeit

Ein Überschuss führt zu Wachstumsstörungen. Die Eisenversorgung wird blockiert und es kommt dadurch zu weiteren Nährstoffmängel (Mangan, Bor, Zink und Kupfer)

Gegenmaßnahmen

Mit Gaben von Kompost und Thomasmehl kann ein Mangel behoben werden. Auf Knochenmehl sollte man wegen der Gefahr von BSE verzichten.

Bei einem Überschuss sollte nur phosphatarmer Dünger gegeben werden.

Kalk/Calcium (Ca) sorgt für eine gute Bodenstruktur und wird zum Aufbau von Zellwänden gebraucht. Der Kalkwert legt auch die Werte für weitere Spurenelemente fest.

Bei Mängel sterben junge Pflanzenteile ab, Blütenknospen kümmern und die Wurzeln bleiben klein. Äpfel werden stippig.

Bei zu viel Kalk im Boden können Pflanzen weder Phosphat , noch Spurenelemente aufnehmen. Ein Überschuss bewirkt bei kalkfliehenden Pflanzen Chlorose, Kümmerwuchs und Blattfall.

Soforthilfen nicht möglich

Bei zu niedrigen Werten muss im Herbst aufgekalkt werden.

Nur bei Bedarf kalken.

Kalium (K) regelt den Wasserhaushalt, fördert die Frostresistenz und stärkt das Pflanzengewebe.

Die Pflanzen sind bei einem Mangel trotz reichlichen Gießens schlapp und die Blätter vertrockne von außen nach innen.

Ein Überschuss hemmt das Wachstum und kann sogar zum Absterben der Pflanzen führen, weil der Salzgehalt im Boden zu hoch ist.

Sofortmaßnahme

Soforthilfe ist durch Gaben von Kalimagnesia oder Holzasche möglich.

 

Magnesium (Mg) ist der wichtigste Baustein des Blattgrüns und zur Bildung von Eiweiß notwendig.

Die Blätter hellen sich bei einem Mangel zwischen den Adern auf. Früchte bleiben klein

 

Gegenmaßnahmen

Spezielle Gaben von Magnesiumpräparaten (Kieserit, Bittersalz) in Kombination mit Eisenpräparaten (Fetrilon, Ferramin) sind als Sofortmaßnahmen geeignet. Auch Algenkalk oder bestimmte Gesteinsmehle können dem Boden zugegeben werden.

Achtung: Ist der pH-Wert über 7, liegt die Ursache des Magnesiummangels bei einer Überdüngung mit Stickstoff.

 

Welche Dünger kann ich einsetzen?

 

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Autor: J. Treczka                        Datum der letzten Änderung: 02.09.2014