Wissen Sie, wie Sie zu einem guten Gartenboden kommen können? Mit Kompost! Sie sollten alles, was Sie dem Boden entnehmen, wieder zuführen und das geht am einfachsten -
mit Kompost.
Für größere Gärten:
Wenn Sie einen etwas größeren Garten und viele Abfälle (Küchenabfälle, Grasschnitt und Häckselgut) haben, sollten Sie sich für mind. 2 Kompostsilos entscheiden. So können Sie immer ein Silo befüllen
und aus dem anderen Silo wertvollen Kompost entnehmen.
Als Standort sollte ein Platz (am besten für 3 Silos) unter einem Baum oder eingerahmt von Sträuchern gewählt werden. Für Kompostsilos sind
besonders verzinkte Gitterkomposter geeignet, die an allen Seiten geschlossen sind, so dass keine Ratten an die Abfälle kommen können.
Das Bild wurde uns von der Fa. Brista zur Verfügung gestellt.
Achtung: Es ist unbedingt Erdkontakt erforderlich! Komposter bitte nicht auf gepflasterten Flächen aufstellen. Zur Bestückung des Silos benötigen Sie: Erde, Essensabfälle, Pflanzenreste, Laub,
Gras (nur in dünnen Schichten), Papier und Pappe (jedoch keine buntbedruckten Illustrierten oder Kataloge), evtl. Gesteinsmehl und bei Neuanlage evtl. Kompoststarter.
Zubereitung: Auf dem ausgesuchten Platz werden die Kompostsilos nebeneinander aufgestellt (Erdkontakt unbedingt erforderlich). Jetzt kann ein Komposter mit dem genannten Biomüll bestückt werden.
Darauf streut man etwas Kompoststarter und darüber gibt man eine dünne Schicht Erde. Der Kompost wird dadurch ansehnlicher und es werden dadurch Gerüche unterbunden. Um diese Maßnahme zu verstärken,
kann man auch zusätzlich Gesteinsmehl zugeben. Jede Zugabe von Abfall wird mit einer dünnen Schicht Erde zugedeckt. Dies wird solange wiederholt, bis der Komposter voll ist. Dann beginnt man mit dem
zweiten Komposter und verfährt ebenso. Günstig ist es, wenn man 3 Kompostsilos verwendet, so hat man jederzeit reifen Kompost (nach ca. 8 Monaten), halb fertigen Kompost (nach ca. 6 Monaten) und einen
Silo zur Bestückung.
Zusatztipps: Man kann die Abfälle im Kompost, statt mit Erde, auch mit halb fertigem Kompost abdecken, dies beschleunigt den Reifevorgang und man kann dann auf Kompoststarter verzichten.
Gesteinsmehl versorgt den Kompost mit Mineralien und erhöht die Speicherfähigkeit. Rasenschnitt sollte nur angetrocknet oder in ganz dünnen Schichten auf den Kompost gegeben werden. Halbfertiger Kompost
kann bereits in dünnen Schichten unter Bäumen und Sträucher ausgebracht werden.
Für kleinere Gärten eignen sich am besten so genannte Thermo-Komposter. Diese Komposter sind in der Regel aus Kunststoff und schützen durch ihre geschlossene Bauweise vor Austrocknung und Vernässung.
Durch eine gute Wärmespeicherung entsteht ein Klima, welches die Verrottung ganzjährig wesentlich beschleunigt.
Achten Sie beim Kauf eines solchen Komposters auf folgende Punkte:
Der Komposter sollte aus UV-beständigem Material sein.
Der reife Kompost sollte sich einfach und problemlos aus dem Silo entnehmen lassen.
Das Silo sollte mit einem Bodengitter gegen Nagetiere ausgestattet sein. ( Erdkontakt sollte aber noch möglich sein)
Der Komposter sollte mit einer guten Belüftung versehen sein. ( Bei zu geringer Sauerstoffzufuhr verschimmeln die Abfälle und verrotten nicht)
Verbesserung der Komposterde - Herstellung von hochwertigem Bio-Dünger
Wer die Qualität des Komposterde steigern möchte und sich zusätzlich das Umsetzen ersparen möchte, kann den Kompost noch zusätzlich mit Kompostwürmern impfen. Kompostwürmer sind sehr nah mit Regenwürmern verwandt und oft wird angenommen das sich bereits Kompostwürmer im Kompost befinden. Tatsächlich ist das fast nie der Fall, sondern es handelt sich dabei um Regenwürmer. Das Impfen des Komposthaufens mit Kompostwürmern darf aber erst nach der Heißrotte erfolgen. Bei einer Kompostanlage mit mehreren miteinander verbunden Kompostern können die Kompostwürmer je nach Bedingungen selbst den Kompost wechseln und so in den Kompost wechseln, der die idealen Bedingungen bietet.
Wer nur einen einzelnen Komposter besitzt, sollte sich deshalb zusätzlich eine Wurmkiste anlegen. In der Wurmkiste fressen die speziellen Kompostwürmer Küchenabfälle, halbfertige Komposterde und
andere Bioabfälle auf und verwandeln diese in einen hochwertigen Bio-Dünger. Das ist ganz leicht und dank der ständigen Bewegung der Kompostwürmer völlig geruchslos.
Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.wurmwelten.de/garten
Unsere Gartentipps:
Holzasche können Sie bedenkenlos dem Kompost zugeben oder auch direkt als Düngemittel verwenden, da diese Kalium, Kalzium und Magnesium ( Asche aus Laubhölzern) enthält.
Vor allem bei offenen Kompostsilos verlangsamt sich im Winter der Rotteprozess deutlich. Durch Dämmung kann der Kompost aber auch im Winter reifen. Geben Sie dazu eine dicke Schicht
Laubkompost auf den Komposthaufen. Mit Strohmatten zusätzlich abgedeckt erhält so der Kompost eine wärmende Decke. Im Frühjahr kann dann die Strohmatte durch eine Folie ersetzt werden. So
wärmt sich der Kompost schneller auf, was sich positiv auf die Verrottung auswirkt.
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