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Heilkraft - Aroma

Heilkräuter aus dem eigenen Garten

Bei leichten körperlichen Beschwerden oder Empfindlichkeiten ist es nicht immer notwendig, die Apotheke aufzusuchen oder nach exotischen Heilkräutern zu greifen. Denn auch der eigene Anbau von Heilkräutern kann einen Fundus bereit stellen, der Linderung von verschiedenen Beschwerden ermöglichen kann.
Zwar sind viele Heilkräuter bereits aus der Verwendung in der Küche bekannt, aber das Wissen um deren potenziell heilende Wirkung ist meist weniger verbreitet.
Ein eigener Anbau von Heilkräutern ist im eigenen Garten, aber auch auf Balkon oder Fensterbank möglich. Im Folgenden seien einige Heilkraut-Vertreter in alphabetischer Reihenfolge vorgestellt:

  • Bärlauch:
    Beim Bärlauch handelt es sich ursprünglich um eine wild wachsende Form des kultivierten Knoblauchs. Beiden Kräutern werden ähnliche Wirkmechanismen zugeschrieben, wobei es über den Knoblauch mehr wissenschaftliche Untersuchungen gibt. Bärlauch kann im eigenen Anbau sowohl angesät als auch als Zwiebel gesteckt oder als Pflanze gepflanzt werden. Bereits im Frühjahr zeigt er ein sattes Grün.
    Als Heilkraut ist Bärlauch unter anderem bekannt für seine mögliche positive Wirkung auf die Blutgefäße: Ablagerungen in den Blutgefäßen kann entgegengewirkt und der Cholesterinspiegel positiv beeinflusst werden.
    Weitere positive Effekte kann Bärlauch unterstützend ausüben auf Atemwege, Stoffwechsel, Verdauung und Kreislauf.
     
  • Baldrian:
    Die Staudenpflanze Baldrian bevorzugt in ihrem Anbau feuchten Boden. Ihre Blüte trägt sie zwischen Juli und August.
    Als Heilkraut wird Baldrian vor allem genutzt, um nervlicher Anspannung zu begegnen; so kann Baldrian unter anderem wirken gegen Schlaf- oder Angststörungen.
    Sowohl Wurzel als auch Blüte der Heilpflanze können verarbeitet werden. Aufgenommen wird Baldrian häufig als Tee - dabei wird gelegentlich empfohlen, den Tee als Kaltauszug zu konsumieren.
    Da Baldrian keine ermüdende Wirkung hat, ist er auch ein mögliches Mittel, um Prüfungsängste zu mindern.
     
  • Dill:
    Im Anbau bevorzugt Dill nährstoffreichen Boden. Im April ausgesät, trägt er im Juni Blüten. Dill pflanzt sich dann durch ausgefallene Samen eigenständig weiter fort. Aus Dillsamen kann unter anderem ein Öl gewonnen werden, das krampfstillende und wärmende Wirkung entfaltet. So dann das Öl beispielsweise eingesetzt werden zum Lindern von Blähungen oder Koliken. Sowohl Kraut als auch Samen des Dill sollen die Menge produzierter Milch stillender Mütter fördern können. Und auch gegen Ohrenschmerzen können sich eingeträufeltes Öl oder Saft des Dills lindernd auswirken.
     
  • Fenchel:
    Seine Heilkraft kann der Fenchel sowohl in Form seiner Blüten und seiner Samen als auch durch seine Knolle spenden. Eingesetzt wird Fenchel vorwiegend gegen Erkältungen und Blähungen. Hierzu dienen meist Fencheltees oder -öle aus Wurzeln oder Samen der Pflanze.
    Auch wirkt das Heilkraut milchbildend und kann so unterstützend von stillenden Müttern angewendet werden. Dem Kraut werden weiterhin eine krampflindernde Wirkung bei menstruationsbedingten Beschwerden und ein positiver Einfluss auf Wechseljahrsbeschwerden nachgesagt.
     
  • Hamamelis:
    Die Hamamelis öffnet ihre Blüten bereits im späten Winter - in der Regel im Januar oder Februar. Im Garten gepflanzt kann der Hamamelisbusch eine Höhe von bis zu fünf Metern erreichen.
    Bekannt ist das Heilkraut auch als virginische Zaubernuss. Sowohl Blätter als auch Rinde der Hamamelis sollen entzündungshemmend und zusammenziehend wirken; diese Bestandteile werden deshalb unter anderem in der Wundversorgung eingesetzt. Außerdem soll die Hamamelis beruhigend und blutstillend wirken. Hamamelistee kann sich, äußerlich angewendet, positiv auf Hautprobleme auswirken. Auch in verschiedenen Salben ist häufig Hamamelis enthalten.
     
  • Kamille:
    Die Kamille zählt zu den sehr bekannten Heilkräutern. In ihrem Anbau stellt die Kamille keinen großen Anspruch an den Boden; es empfiehlt sich ein sonniger Standort. Die Blüten der Kamille erscheinen in der Regel ab Mai oder Juni.
    Als Heilkraut wird die Kamille in Form von Tee oder Tinkturen verwendet. Das Kraut wird sehr vielseitig angewendet; so soll die Kamille beispielsweise krampflösend und entzündungshemmend sowie beruhigend und wundhemmend wirken. Kamillentee wird unter anderem zur Linderung von Bauchschmerzen oder Blähungen eingesetzt. Da Kamillentee harntreibend wirkt, kann er auch zur Blutreinigung beitragen.
     
  • Melisse:
    Aufgrund ihres Geruchs, der leicht an Zitronenaroma erinnert, wird die Melisse auch als Zitronenmelisse bezeichnet.
    Die Melisse wächst in der Regel kontinuierlich in jedem Jahr erneut, nachdem sie einmal gepflanzt wurde.
    Als Heilkraut ist die Melisse vor allem bekannt in ihrem Einsatz gegen Nervosität, Schlafstörungen oder Unruhe. Wirken soll die Melisse unter anderem beruhigend und krampflösend; auch Wechseljahrsbeschwerden soll die Melisse positiv beeinflussen können. Angewendet wird das Heilkraut häufig in Form von Tee - dieser kann getrunken, aber auch in Form von Kompressen äußerlich angewandt werden.
     
  • Pfefferminze:
    Der Pfefferminze wird eine starke Heilwirkung zugeschrieben. Angewendet wird sie als Heilkraut vor allem zur Bekämpfung von Verdauungsbeschwerden. Pfefferminze wirkt unter anderem keimtötend, schmerzstillend und krampflösend. Auch gegen Kopfschmerzen wird die Pfefferminze angewandt. Während einer Schwangerschaft wird allerdings teilweise vom Genuss von Pfefferminze abgeraten.
    Tee aus Pfefferminze kann getrunken werden, kann aber auch auf Kompressen eine äußerliche Anwendung finden.
    Ist die Pfefferminze einmal gepflanzt, vermehrt sie sich durch Wurzelausläufer von selbst. Ihre Blüte entwickelt das Heilkraut ab Juni.
     
  • Schnittlauch:
    Schnittlauch ist vor allem bekannt als Küchengewürz. Daneben kann er aber auch als Heilkraut verschiedene Wirkungen entfalten: Beispielsweise wirkt Schnittlauch anregend und kann so etwa helfen, Frühjahrsmüdigkeit zu bekämpfen. Des Weiteren ist der mehrjährige Schnittlauch reich an Vitamin C und kann sich blutreinigend auswirken.
    Zu ernten ist der Schnittlauch von März bis Oktober. Seine Blütezeit hat das Heilkraut im Sommer. Seine Wirkung kann Schnittlauch vor allem in frischem Zustand entfalten; so kann er etwa über Lebensmittel gestreut oder in Quarks verarbeitet werden. Auch die Blüten des Schnittlauch sind essbar.
     
  • Thymian:
    Thymian ist ein Heilkraut, das auch in den Winter hinein stets frische Blätter zur Ernte zur Verfügung stellt. Thymian ist robust und wohlriechend. Blüten trägt das Heilkraut im Sommer.
    Mögliche Heilkräfte des Thymians sind sehr vielfältig. Vor allem wird Thymian aber eingesetzt, um die Atemwege positiv zu beeinflussen: Hier kann das Heilkraut beispielsweise im Einsatz gegen Husten, Bronchitis oder Heiserkeit eine Hilfe sein.
    Nachgesagt werden dem Thymian weiterhin desinfizierende, antibakterielle und entzündungshemmende Wirkungen. Positiv auswirken soll sich Thymian außerdem beispielsweise auf Beschwerden des Verdauungstraktes, des Harnapparates und des Nervensystems.
     

 

Text: docjones.de

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Autor: J. Treczka                        Datum der letzten Änderung: 12.11.2011